
Erftstadt: Weiträumige Umleitung dringend erforderlich
Die Stadt Erftstadt fordert, dass die Ortsteile zügig vom massiv erhöhtem Verkehrsaufkommen entlastet werden. Durch die Hochwasserschäden und Sperrungen der A1 und A61 und der B265 sei die Verkehrslage dramatisch, sagt die Stadt.
Veröffentlicht: Samstag, 28.08.2021 07:19
Man habe schon Ende Juli mit der Bezirksregierung Köln, dem Landesbetrieb Straßen und der Autobahn GmbH, der Polizei des Rhein-Erft-Kreises, Vertretern des Rhein-Erft-Kreises und des Kreises Euskirchen sowie der Stadt Kerpen gesprochen. Dabei hatte die Stadt für großräumige Umleitungen geworben. Ein weiteres Treffen mit der Bezirksregierung Köln war am Ende der Sommerferien geplant, habe aber leider nicht stattgefunden, sagt die Stadt. Sie habe deshalb eigenständig Kontakt mit der Kreispolizeibehörde, der Stadt Kerpen, dem Rhein-Erft-Kreis und der Autobahn GmbH aufgenommen. Bis heute würden ihr bedauerlicherweise keine Überlegungen zu weiträumigen Verlagerungen des Verkehrs vorliegen. Sie will selbst reagieren: Fußgängerüberwege sollen Blinklichter oder Behelfsampeln bekommen, auch Lotsen seien möglich.
Donnerstagnachmittag war ein elfjähriges Mädchen im Stop-and-go-Verkehr in Friesheim beim Überqueren eines Zebrastreifens von einem Lkw überrollt und getötet worden. Viele Anwohner hatten sich daraufhin bei Radio Erft gemeldet, weil die Verkehrssituation seit Wochen nicht nur in Friesheim unerträglich sei. Es sei nur eine Frage der Zeit gewesen, wann etwas passiere, so der Tenor.