
Erftstadt: Stadt kritisiert Bezirksregierung wegen Kiesgrube
Erftstadts Bürgermeisterin Carolin Weitzel hat die Bezirksregierung Arnsberg für ihren Umgang mit der Blessemer Kiesgrube kritisiert. Nach ihren Angaben ist die Koordination des Wiederaufbaus der Blessemer Kiesgrube jetzt vollständig in die Hände der Landesregierung gegangen.
Veröffentlicht: Mittwoch, 06.10.2021 17:30
Die Stadt dürfe per Beschluss jetzt nicht mehr mitsprechen. Die Verwaltung sei daher in Sorge, dass die Kiesgrube doch wieder betrieben werden könnte, sagte Weitzel am Radio-Erft-Mikrofon.
"Die Kiesgrube ist einfach zu nah. Wir haben Angst, dass das, was im Sommer passiert ist, wieder passiert. Der Hochwasserschutz an der Kiesgrube ist nicht ausreichend gewesen. Ohne diese Grube wäre es nicht zu diesem Totalschaden in Blessem gekommen."
Weitzel forderte die Bezirksregierung Arnsberg zu einer unabhängigen Prüfung der Kiesgrube auf. Nach ihren Angaben ist das bisher nicht der Fall. Stattdessen würde ein Gutachter eingesetzt, der zuvor schon maßgeblich an den Planungen für die Kiesgrube beteiligt war. Auch der zuständige Beigeordnete der Stadt, Gerd Schiffer, hatte die Bezirksregierung auf der jüngsten Ratssitzung scharf kritisiert. Es könne und dürfe nicht sein, dass man einen Wiederaufbau der Kiesgrube beitreibt, ohne an den Hochwasserschutz zu denken.