
Erftstadt: Pinkwart wird zur abgerutschten Kiesgrube befragt
NRW-Wirtschaftsminister Pinkwart muss als Zeuge im Untersuchungsausschuss zur Flutkatastrophe aussagen - wegen des verheerenden Erdrutsches an der Kiesgrube in Erftstadt-Blessem. Das hat der Ausschuss am Dienstag bei einer Sondersitzung beschlossen.
Veröffentlicht: Dienstag, 15.02.2022 16:00
Ein Termin für die Vernehmung stehe aber noch nicht fest, erst einmal müssten die entsprechenden Akten eintreffen und gesichtet werden, heißt es vom Ausschuss-Vorsitzenden. Der Wirtschaftsminister muss aussagen, weil auch Vorwürfe gegen die Bezirksregierung Arnsberg im Raum stehen. Sie ist die zuständige Aufsichts- und Genehmigungsbehörde für die Kiesgrube in Blessem und als solche dem Wirtschaftsministerium unterstellt. Derzeit laufen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen den Eigentümer und Verpächter der Kiesgrube, gegen fünf Beschuldigte des Betreibers und vier Beschuldigte der Bezirksregierung Arnsberg. In internen Gutachten soll einem WDR-Bericht zufolge mangelhafter Hochwasserschutz als Grund für den Erdrutsch genannt werden – und die Behörde soll einen Hochwasserschutzwall an der Grube als mängelfrei abgenommen haben. Die Opposition will nun von Pinkwart wissen, wie detailliert er als Minister über die Vorgänge informiert war.