Erftstadt: Konzept zur Sicherung der Kiesgrube

Monate nach der verheerenden Flut in Erftstadt steht jetzt ein Konzept, wie die Kiesgrube in Blessem gesichert werden kann. Die zuständige Bezirksregierung Arnsberg hat die Planungen am Freitag bei einer Infotermin im Rathaus in Erftstadt vorgestellt.

© Stadt Erftstadt

Um weitere Gefahren von der zum Teil eingebrochenen Kiesgrube abzuwenden sollen tiefere Geländeeinschnitte jetzt verfüllt werden, heißt es. Um diese Arbeiten abzusichern errichtet der Erftverband aktuell einen temporären Hochwasserschutz entlang der Erft. Er erstreckt sich von der Kiesgrube bis nach Blessem. Um die Stadtentwässerung zu sichern soll außerdem Weiter offen ist immer noch die Zukunft des Tagebaus, heißt es von der Bezirksregierung. Durch das Hochwasser war die gesamte Infrastruktur verstört worden. Eine Wiederaufnahme der Arbeiten sei nicht absehbar. Aktuell stehe dort das Wasser in der Grube noch 13 Meter hoch und sei erst Mitte kommenden Jahres versickert, heißt es. Außerdem hat das Unternehmen, laut der Bezirksregierung Arnsberg nur noch bis zum kommenden April eine Zulassung in Blessem Quarzkies zu gewinnen. Solle danach weiter Kies in Richtung der Autobahn abgebaut werden, müsste ein völlig neues Betriebsplanverfahren her mit neuen Anforderungen an den Hochwasserschutz, heißt es. Bei den Überschwemmungen im Sommer sind weite Teile von Blessem zerstört worden. Drei Wohnhäuser am Rande der Kiesgrube stürzten ein und waren zum Teil mit in die Grube gerutscht. Die Stadtverwaltung und der Rat der Stadt Erftstadt fordern seit dem Unglück die Schließung des Tagebaus bei Blessem. Im kommenden Stadtrat am 14. Dezember soll über die Pläne informiert werden. Außerdem sind auch Informationsangebote für die Bürger durch die Bezirksregierung Arnsberg und allen anderen Beteiligten geplant.

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