
Erftstadt: Genehmigungsverfahren der Kiesgrube wird geprüft
Das Genehmigungsverfahren der Kiesgrube in Erftstadt-Blessem kommt auf den Prüfstand. Das hat NRW-Umweltministerin Heinen-Esser am Montag im Düsseldorfer Landtag angekündigt, in einer Sondersitzung des Umweltausschusses zur Flutkatastrophe.
Veröffentlicht: Montag, 09.08.2021 12:08
Es werde genau untersucht, ob es wasserwirtschaftliche Besonderheiten gegeben habe, sagte Heinen-Esser. Bei der Jahrhundert-Flut im letzten Monat war die Erft weit über die Ufer getreten und das Wasser in die Kiesgrube geströmt – mit der Folge, dass alles ins Rutschen kam und Häuser in Blessem abstürzten oder nachträglich abgerissen werden müssen. Aus diesem Grund ermittelt inzwischen auch die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Baugefährdung. Unabhängig davon will die Landesregierung das Warnsystem bei Starkregen grundsätzlich ausweiten. Die Umweltministerin will ein Hochwasserprognosesystem für alle kleinen Flüsse entwickeln. Bislang gebe es einen systematischen Hochwasserschutz nur für die großen Flüsse wie den Rhein, sagte Heinen-Esser. Während der Flutkatastrophe hätten aber gerade die kleinen Flüsse teils historisch hohe Wasserstände erreicht.