
Elsdorf: Niedlicher Azubi im Rathaus-Foyer
Er ist noch klein, hat goldbraunes Fell und tapst neugierig durchs Elsdorfer Rathaus – der 14 Wochen alte Labrador-Welpe „Barkk“. Der Hund wird in den nächsten Monaten einen Teil seiner eineinhalb Jahre dauernden Ausbildung dort im Foyer absolvieren. Denn „Barkk“ ist ein angehender Assistenzhund.
Veröffentlicht: Dienstag, 06.12.2022 12:19
Er wird ein Alltagsbegleiter für Menschen mit verschiedenen Einschränkungen, die man nicht auf den ersten Blick sieht. Das können posttraumatische Belastungsstörungen oder auch Autismus sein. Im Rathaus-Foyer wird Barkk mit vielen verschiedenen Ablenkungen konfrontiert wie andere Menschen, laute Geräusche oder automatisch öffnende Schiebetüren. Er lernt dabei sich aber nur auf seinen Schützling zu konzentrieren.
Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen ertragen beispielsweise teils keine unmittelbare Nähe zu anderen Personen. Wenn in der Schlange an der Supermarktkasse der „Hintermann“ zu nah herantritt, erkennt der Assistenzhund die Situation und schiebt sich zwischen beide Personen, so dass die Stresssituation aufgelöst wird.
Assistenzhunde tragen eine Kenndecke mit entsprechender Aufschrift. Im Alltag sollten Fremde die Hunde nicht streicheln oder zum Spielen auffordern. Das lenkt die Tiere von ihrer wichtigen Aufgabe ab. „Das fällt natürlich besonders schwer bei einem so niedlichen Welpen wie Barkk“, sagt Bürgermeister Andreas Heller bei dem ersten Besuch des Hundes im Rathaus. „Gerne unterstützen wir dieses wichtige Anliegen und freuen uns über Barkk als neuen Azubi.“