Elsdorf darf beim Kohlekompromiss nicht zu kurz kommen

Elsdorf fühlt sich in der aktuellen Entwicklung rund um den Kohlekompromiss als Verlierer. Unter anderem wegen immer wieder neu auftauchenden Forderungen über mögliche Verläufe der Abbaukante und den Erhalt der Flächen von Morschenich und Manheim.


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Bei den ganzen Diskussionen fürchtet die Stadt, dass sie selbst bei der weiteren Planung zu kurz kommt. Elsdorfs Bürgermeister Andreas Heller fordert deshalb mehr Zurückhaltung bei neuen Forderungen und eine stärkere Einbindung:

Der Ehrliche ist aktuell leider der Dumme. In Elsdorf haben wir die Umsiedlungen immer wie vereinbart und ohne zivilen Ungehorsam durchgezogen. Wir haben hier über 40 Jahre für die Versorgungssicherheit von NRW gesorgt und da erwarte ich jetzt auch, dass man fair mit uns umgeht. Dazu gehört ein faires Verfahren, in dem man gemeinsam miteinander diskutiert und nicht jeden Tag eine neue öffentliche Vorfestlegung erfolgt, nur weil es gerade politisch opportun ist.

Aus Sicht der Stadt hat jetzt die Standfestigkeit ihrer Tagebauböschung oberste Priorität. Denn beim aktuell geforderten Erhalt der Flächen von Morschenich und Manheim stünden Elsdorf dafür weniger Erdmassen als geplant zur Verfügung. Diese sind für die Elsdorf aber enorm wichtig, um die Tagebauböschung sicher und ansehnlich zu gestalten.


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