Deutlich mehr Blutspender

Solidarität in Zeiten der Corona-Krise – das scheint zum Beispiel beim Blutspenden zu funktionieren. Einige hatten befürchtet, dass die Zahl der Spender aus Angst vor Ansteckung jetzt drastisch zurück gehen würde.

Aber offenbar ist das Gegenteil der Fall. Diese Erfahrung hat jedenfalls am Montag Stefan Glaw vom Deutschen Roten Kreuz bei einem Spendentermin in Kerpen-Sindorf gemacht. Demnach waren 123 Menschen erschienen, um eine Spende abzugeben. Darunter waren 15 Menschen, die zum ersten Mal gespendet haben – deutlich mehr als normalerweise. Doch so sehr das DRK die Spendenbereitschaft freut – die Verantwortlichen machen sich auch Sorgen, ob der positive Trend langfristig anhält. Denn: Jeder muss gut sechs Wochen Pause machen, bevor er erneut Blut spendet. Und wenn jetzt zu viele gehen, droht demnächst ein Engpass. Vor allem für Krebspatienten. Sie brauchen nämlich die weißen Blutplättchen für ihre Therapie und die halten sich nur vier Tage. Die roten Blutkörperchen halten sich mit knapp anderthalb Monaten auch nur bedingt. Nur das Plasma kann tiefgefroren zwei Jahre lang verwendet werden.

Wer auch noch Blut spenden möchte, kann das zum Beispiel am 31. März von 16 bis 20 Uhr in der Erfthalle in Kerpen-Türnich tun.

Eine Übersicht über weitere Termine gibt es HIER

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