Corona sorgt für leerere Stadtkassen

Die Corona-Krise macht den Städten im Rhein-Erft-Kreis finanziell zu schaffen. Die meisten müssen mit Gewerbesteuer-Einbrüche in Millionenhöhe und weniger Einnahmen aus der Einkommens- und Umsatzsteuer rechnen.

© Alexas_Fotos / pixabay

Brühl rechnet derzeit mit rund 10 Millionen Euro weniger aus der Gewerbesteuer, weil Unternehmen ihre Beiträge stunden oder weniger Vorauszahlungen leisten. Auch Bergheim, Frechen, Hürth und Pulheim gehen von Millionen-Verlusten durch die wegbrechende Gewerbesteuer aus. Dazu kommen die fehlenden Elternbeiträge für Kita, Tageseltern oder OGS. Zwar übernimmt das Land NRW hier die Hälfte der Ausfälle, aber der Rest ist immer noch happig. In Pulheim sind es pro Monat rund 200.000 Euro und in Elsdorf rund 35.000 Euro.


Zusätzliche Ausgaben für Hygiene und Co

Aber nicht nur die fehlenden Einnahmen machen den Städten zu schaffen: Gleichzeitig haben sie höhere Ausgaben für Hygienemaßnahmen, Desinfektionsmittel und Schutzkleidung. Kerpen hat dafür rund eine halbe Million Euro ausgegeben, in Bergheim waren es gut 270.000 Euro.

Unklar, ob Leistungen gestrichen werden müssen

Die Stadt Bedburg schließt bei der derzeitigen Situation nicht aus, dass sie Kredite aufnehmen muss, um finanziell flüssig zu bleiben. Ob die angespannte Finanzsituation Auswirkungen auf die künftigen Leistungen der Städte haben, ist noch nicht klar. Es ist zumindest eine Option, heißt es in Kerpen. Fest steht auch, dass die Kämmerer jetzt noch mehr auf jede einzelne Ausgabe achten, heißt es etwa aus Wesseling und Erftstadt. Die Stadt setzt genau wie Brühl auf einen Rettungsschirm von Bund und Land, um das Schlimmste zu verhindern.

Weitere Meldungen