Chempark: Nach Explosion Ermittlungen wegen Fahrlässigkeit

Nach der schweren Explosion im Leverkusener Chempark Ende Juli mit mehreren Toten ist ein Ermittlungsverfahren gegen drei Beschäftigte eingeleitet worden. Sie sollen ihre Sorgfaltspflichten bei der Lagerung und dem Umgang mit dem Abfall verletzt haben.

Die betroffene Firma Currenta will die Ermittler unterstützen.Man habe großes Interesse daran, dass die Ursachen des Explosionsunglücks aufgeklärt würden, heißt es. Bis zum Abschluss des Verfahrens dürfe es aber zu keiner Vorverurteilung der Beschäftigten kommen, es gelte erstmal die die Unschuldsvermutung.

Am Dienstag hatte die Staatsanwaltschaft bekannt gegeben, dass drei Mitarbeiter von Currenta verdächtigt werden, ihrer Sorgfaltspflicht nicht nachgekommen zu sein. Es gehe um fahrlässige Tötung. Sie sollen Abfall in einem Tank zu warm gelagert haben. Dadurch sei die Temperatur im Tank immer mehr gestiegen, es habe sich immer mehr Druck aufgebaut und dann sei es zu der verheerenden Explosion gekommen, bei der sieben Menschen starben und über 30 verletzt wurden. Die Wohnungen der drei Beschuldigten und eines weiteren Mitarbeiters wurden auch schon durchsucht und auch bei Currenta haben die Ermittler ebenfalls Unterlagen mitgenommen.

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