Castor-Transport: Nächste Fahrt durch die Region?
Veröffentlicht: Dienstag, 21.04.2026 08:09
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch soll offenbar der nächste Atommüll-Transport sein, der unmittelbar am nördlichen Rhein-Erft-Kreis vorbeiführt. Das würde erneut eine massive Polizeipräsenz und gesperrte Autobahnen vom Rheinland ins Münsterland bedeuten.

Über 150 Castor-Behälter stehen in Jülich rum
Anti-Atomkraft-Initiativen rechnen für die Nacht von Dienstag auf Mittwoch mit dem nächsten Atommülltransport von Jülich nach Ahaus – also direkt am Rhein-Erft-Kreis vorbei. Wie die Gruppierungen mitteilten, soll es unter anderem vor dem Forschungszentrum Jülich ab 18 Uhr eine Mahnwache geben. Offiziell bestätigt haben die Behörden den Transport noch nicht, aber so ähnlich war es auch beim ersten Mal im März.
Der stark gesicherte Transport war damals am späten Abend über die A44, an Kerpen, Elsdorf und Bedburg vorbei, ins Münsterland gefahren. Minutenlang sah man auf der gesamten Strecke nur Blaulicht auf sonst leeren Autobahnen. Rund vier Stunden dauerte der Transport, abgesichert von rund 2.400 Polizeibeamten, 100 Fahrzeugen und einem Hubschrauber. Besondere Zwischenfälle gab es nicht.
In den Castor-Behältern in Jülich liegen insgesamt fast 300.000 tennisballgroße, radioaktive Brennelemente aus einem Versuchsreaktor. Sie stecken in gut 150 Castor-Behältern, sodass noch viele Fahrten nötig sind, um alles in Zwischenlager nach Ahaus zu schaffen.


