
Brühl/Rhein-Erft: Neue Notdienstpraxis läuft gut
Seit rund einem halben Jahr gibt es die neue, zentrale Notdienstpraxis in Brühl – und sie läuft bisher sehr erfolgreich, sagen die Verantwortlichen. Laut der Kassenärztlichen Vereinigung hat die Notdienstpraxis dabei geholfen, die Krankenhäuser in der Corona-Pandemie zu entlasten.
Veröffentlicht: Dienstag, 01.12.2020 07:47
Die Ärzte in Brühl konnten über 90 Prozent der Patienten ambulant behandeln. Erkältungs- und Magen-Darminfekte, Prellungen und akute Notfälle, die dann an die Notfallambulanz des Krankenhauses nebenan weitergeleitet wurden: Darum ging es meist, wenn die Menschen aus Brühl, Hürth, Erftstadt und Wesseling abends oder am Wochenende in die Notdienstpraxis gekommen sind. Konkret waren es seit April rund 3.000 Patienten – plus fast noch einmal so viele, die Hausbesuche der Ärzte in Anspruch genommen haben. Die Corona-Pandemie sei allerdings eine große Herausforderung gewesen, auch, weil es ständig neue gesetzliche Vorgaben gab und viele Patienten verunsichert gewesen seien. Massive Kritik an der neuen, zentralen Anlaufstelle gab es offenbar auch nicht mehr. Die Mehrheit der Ärzte würde sehen, dass es so besser laufe als mit den wechselnden Einzelpraxen, die es vorher gab. In Frechen und im Nordkreis wurde der dezentrale Notdienst schon vor längerer Zeit abgeschafft. Die Menschen dort müssen nach Köln-Lindenthal zur Uni-Klinik oder in die Notdienstpraxis nach Bergheim. Kritiker bemängeln die teils längere Anfahrt für die Patienten, Befürworter loben die feste Anlaufstelle und bessere Organisation, die den Kranken zu Gute komme.