Brühl/Hürth: Was fliegt da gegen die Züge?

Bereits zwei Mal kurz hintereinander sind Züge der Deutschen Bahn auf der Strecke zwischen Köln und Hürth beschädigt worden. Am Mittwochabend stand deshalb ein IC außerplanmäßig mehrere Stunden am Bahnhof in Brühl, heißt es von der Bundespolizei.

© Bundespolizei

Das Zugpersonal hatte in dem Zug am frühen Abend bei einer Fahrgeschwindigkeit von 160 km/h laute Knallgeräusche gehört. Bei dem Not-Stopp in Brühl wurden dann am Zug vom Triebwagen bis zum vierten Wagon rund 30 kleinere Schäden wie Schleifspuren und Splittereinschläge gefunden, heißt es von den Ermittlern. Die Bahnstrecke wurde daraufhin bis in die Nacht gesperrt und mit einem Polizeihubschrauber und Diensthunden abgesucht. Nach ersten Ermittlungen schließt der kriminaltechnische Dienst Schüsse auf den Zug allerdings aus. Was genau die Schäden verursacht hat ist noch unklar. Bereits am Sonntag hatte es fast an derselben Stelle einen ähnlichen Vorfall mit einem ICE gegeben. Auch hier fanden die Ermittler nach einem lauten Knall viele kleine Schäden an der rechten Seite des Zuges. Die Sperrung gestern hatte massive Auswirkungen auf den gesamten Zugverkehr. Über 130 Züge waren verspätet, 20 Verbindungen fielen zum Teil oder ganz aus, heißt es. Die Bundespolizei sucht jetzt Zeugen, die an der Bahnstrecke in Kalscheuren etwas ungewöhnliches beobachtet haben. Hinweise bitte an die Bundespolizei unter der kostenfreien Servicenummer 0800 6 888 000.

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