
Vor 20 Jahren war kurz nach Mitternacht ein Nachtexpress auf dem Weg von Amsterdam nach Basel im Brühler Bahnhof entgleist. In der Unglücksnacht war der Lokführer drei mal schneller als erlaubt in den Brühler Bahnhof eingefahren, weil die Anweisungen nicht klar waren. Im Bahnhof entgleiste der Zug. Kurze Zeit später waren die ersten Retter vor Ort und erlebten einen Katastrophenfilm live: überall verletzte Menschen, die Bretter des Bahnhofsdachs lagen herum und dahinter die zerstörten Waggons. Als ein Spezialkran die Waggons angehoben hatten, war klar, dass neun Menschen darunter eingeklemmt worden waren und das Unglück nicht überlebt haben. Das Verfahren gegen den Lokführer und drei Bahnmitarbeiter war ein Jahr nach dem Unglück wegen geringer Schuld gegen Geldbußen eingestellt worden.