
BKA-Bericht: Gewalt organisierter Banden steigt
Rücksichtslosere Methoden, der Einsatz von Schusswaffen und das gezielte Anwerben Minderjähriger über soziale Netzwerke prägen das aktuelle Bild der organisierten Kriminalität. Welche Rolle eine Drogenlieferung aus Hürth bei den Vorfällen im Raum Köln spielt und worauf das Bundeskriminalamt im neuen Lagebild besonders hinweist, zeigt der aktuelle Bericht.
Veröffentlicht:
Organisierte Kriminalität: BKA zeigt Trends auf
Kriminelle Banden gehen nach Erkenntnissen des Bundeskriminalamts (BKA) immer rücksichtsloser und gewalttätiger vor. Das geht aus einem neuen Bericht zur organisierten Kriminalität hervor, den das BKA am Dienstag (15. September) vorgestellt hat.
Ein zentraler Punkt im Bericht betrifft auch den Rhein-Erft-Kreis und die Region Köln: Die Serie von Explosionen und Schüssen im Raum Köln seit dem Sommer 2024 steht im Zusammenhang mit dem Diebstahl einer großen Rauschgiftlieferung in Hürth.
Bundesweit greifen kriminelle Netzwerke laut den Ermittlern immer häufiger zu Waffen. Für die Ausführung gewaltsamer Taten werden teilweise sogar Minderjährige über soziale Medien angeworben. Trotz der steigenden Gewaltbereitschaft und einer deutlich gewachsenen Zahl an Ermittlungsverfahren bleibt der Drogenhandel das Haupteinnahmefeld der organisierten Kriminalität.