Bergheim: Brandstiftung an Grundschule - Sanierung läuft

Nach dem Brand an der Albert-Schweitzer-Grundschule in Bergheim hat sich der Verdacht bestätigt: es war Brandstiftung. Das haben nach Angaben der Stadt die polizeilichen Untersuchungen ergeben.


© Feuerwehr Bergheim

Offenbar wurden in der Nacht auf Sonntag von Unbekannten Mülleimer in den Bereich der Pausenhalle gezogen und angezündet. Als die Feuerwehr eintraf, standen der Eingangs- und der Verbindungstrakt bereits lichterloh in Flammen. Die Einsatzkräfte konnten ein Ausbreiten der Flammen auf weitere Gebäudeteile aber verhindern. Bürgermeister Volker Mießeler:

„Ich bin froh und dankbar, dass keine Personen bei dem Brand zu Schaden gekommen sind. Dennoch bietet sich uns beim Anblick dieser bewussten Zerstörungswut, die hier an den Tag gelegt wurde, ein Bild das mich schockiert und zum sofortigen Handeln aufgerufen hat."

Das Schulumfeld, also die Grüne Lunge, soll noch in diesem Jahr umgestaltet werden, dadurch erhofft er sich schon positive Effekte. Also Sofortmaßnahme soll es vermehrt Streifengänge von Polizei und Ordnungsamt in dem Bereich geben. Außerdem sollem die Jugendlichen, die sich in dem Bereich aufhalten, gezielt angesprochen werden.

Sanierung hat bereits begonnen

Wie lange die Sanierungsarbeiten dauern werden, ist noch unklar. Erste Räume könnten bereits in wenigen Wochen wieder nutzbar sein. Der Wiederaufbau der offenen Pausenhalle wird jedoch einige Monate in Anspruch nehmen. Die Pausenhalle ist vollständig ausgebrannt, tragende Stahlträger sind verbogen. Die Räume der OGS, eine Klassenräume und das Lehrerzimmer sind teilweise stark mit Rauchgasen belastet. Einige Fenster sind durch Hitze und Rauch beschädigt. Auch der zentrale Schulserver ist betroffen. Insgesamt beläuft sich der Schaden auf rund eine halbe Million Euro. Der Unterricht ist nicht beeinträchtigt, da spielt der Stadt der verlängerte Lockdown mit dem Distanzunterricht in die Hände.


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