
Behörden: Die meisten haben das Kontaktverbot verstanden
Die erste Woche mit Kontaktverbot ist vorbei – und die Behörden im Kreis sagen, dass sich die meisten Menschen bei uns an die Regelung halten. Einzelne Verstöße gab es aber in allen Städten - vor allem Jugendliche oder junge Erwachsene seien uneinsichtig und würden sich in Gruppen treffen.
Veröffentlicht: Montag, 30.03.2020 05:26
Viele von ihnen rennen weg, wenn sich Mitarbeiter vom Ordnungsdienst nähern – sie könne man dann nicht belangen, heißt es aus den Städten. Aber es gibt auch Fälle, in denen die Verstöße geahndet werden konnten. In Elsdorf zum Beispiel hingen zehn junge Leute in der Nähe des Freibades ab und wurden vom Ordnungsdienst entdeckt. Acht von ihnen flüchten erfolgreich, aber zwei, die mit dem Auto da waren, waren nicht so schnell weg und müssen jetzt jeweils 200 Euro zahlen. Außerdem treffen die Ordnungsdienste weiterhin auf Menschen, die zum Beispiel das Spiel- und Bolzplatz-Verbot ignorieren oder in Geschäften nicht auf ausreichend Abstand achten. In fast allen Städten werden die regulären Ordnungsdienstmitarbeiter von Kollegen aus anderen Abteilungen unterstützt. Bedburg setzt außerdem private Security ein, Pulheim bekommt Hilfe von der Freiwilligen Feuerwehr. Wenn Verstöße geahndet werden können, zeigen die Behörden nur bedingt Verständnis, meist fallen sofort 200 Euro Bußgeld pro Person an. Aus Brühl heißt es: Die häufigsten Ausreden seien: „Das wusste ich nicht!“ und „Ich habe doch Desinfektionsmittel dabei!“ Die Polizei zur Unterstützung rufen die städtischen Mitarbeiter eher selten.