Bedburg: Baubeginn für neuen Windpark im Frühjahr

In Bedburg gibt es schon seit Jahren den Windpark auf der Königshovener Höhe, bald kommt ein zweiter dazu. Der Energiekonzern RWE will im Frühjahr anfangen, den neuen Windpark an der A44n zu errichten.

© RWE

Auf dem rekultiviertem Tagebau-Gelände sollen insgesamt fünf Windräder aufgestellt werden. Anfang des kommenden Jahres sollen sie stehen und Strom erzeugen. Der größte Teil davon soll in das öffentliche Netz eingespeist werden, der Strom des fünften Windrads ist für die Versorgung der Ressourcen-Schutzsiedlung in Kaster gedacht, die aktuell gebaut wird. In der Ressourcen-Schutzsiedlung soll kein CO2 produziert werden, sondern der Strom ausschließlich aus erneuerbaren Energien kommen. Für Kaster heißt das konkret: Die 130 Wohneinheiten beziehen ihren Strom aus dem neuen Windpark und erzeugen ihn selbst durch Photovoltaik-Anlagen und Wärmepumpen. Die Ressourcen-Schutzsiedlung in Kaster gehört zu den Muster-Projekten der Energiewende und wird vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert.

Zusammenarbeit von RWE und Stadt Bedburg

Der neue Windpark ist wieder ein Gemeinschaftsprojekt von RWE und der Stadt Bedburg. Dabei hält RWE mit seiner Tochter Renewables 51 Prozent der Anteile, die Stadt Bedburg die restlichen 49 Prozent. Die Stadt verspricht sich durch den Windpark weitere Einnahmen für die Stadtkasse. Außerdem ist er für Bedburgs Bürgermeister Sascha Solbach ein Zeichen für den Strukturwandel. "Den neuen Windpark an die Ressourcen-Schutzsiedlung anzudocken, bedeutet, dass wir in Bedburg auch auf dem Gebiet der Energiespeicherung, ihrer Verteilung und der Nutzung bundesweit einzigartig sind."

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