Apotheker klagt auf Wiedereröffnung

Nach den Todesfällen durch vergiftete Glukose aus einer Kölner Apotheke hat das Gesundheitsamt sein Handeln gerechtfertigt. Man habe verhältnismäßig und angemessen reagiert, sagte Kölns Gesundheitsdezernent Dienstagnachmittag im Rahmen einer Sondersitzung des Gesundheitsausschusses.

© Foto: Daniel Dähling

Eine Stunde lang beantwortete Kölns Gesundheitsdezernent Harald Rau die Fragen des Ausschusses. Zum Beispiel, ob das Gesundheitsamt der Stadt nicht auf Nummer sicher gehen und früher hätte warnen müssen. Nein, sagt Harald Rau und hat sein Vorgehen erneut verteidigt. Er und auch Oberbürgermeisterin Reker sowie Stadtdirektor Keller seien sich sicher, richtig gehandelt zu haben. Die Reaktion der Stadt Köln sei „risikoadäquat, verhältnismäßig und angemessen“ gewesen, so Rau. Der Ausschussvorsitzende Unna von den Kölner Grünen und damit ein Parteifreund des Gesundheitsdezernenten, sagte nach der Sondersitzung, die meisten Ausschussmitglieder sähen keine großen Fehler bei der Stadtverwaltung. Die FDP zum Beispiel hält aber an ihrer Kritik fest, die Stadt hätte früher handeln müssen. Am Mittwochnachmittag sind die Todesfälle auch Thema im NRW Landtag. 

Apotheker will wieder eröffnen

Der Apotheker klagt jetzt auf Wiedereröffnung. Er habe eine einstweilige Verfügung gegen die Stadt beantragt, sagte eine Sprecherin des Kölner Verwaltungsgerichts. Es gehe um drei Apotheken, die der Mann betreibt. Das Gericht werde frühestens nächste Woche darüber entscheiden.

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