
Anklage im sog. "Bergisch Gladbacher Missbrauchskomplex" erhoben
Im umfangreichen Kindesmissbrauchsfall von Bergisch-Gladbach hat die Staatsanwaltschaft Köln jetzt Anklage gegen den Hauptverdächtigen erhoben. Dem 43-Jährigen wird unter anderem vorgeworfen, seine 2017 geborene Tochter immer wieder sexuell missbraucht zu haben.
Veröffentlicht: Mittwoch, 06.05.2020 09:14
Außerdem soll er Bilder davon gemacht haben, um sie an Chatpartner zu verschicken. In der Anklageschrift werden ihm 79 Taten zur Last gelegt. Laut Gericht hat er sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert, allerdings soll er bei der Identifizierung seiner Chatpartner mitgeholfen haben. Kommt es zum Prozess, drohen ihm bei einer Verurteilung bis zu 15 Jahre Haft. Außerdem steht die Anordnung der Sicherheitsverwahrung im Raum. Der Beschuldigte sitzt seit Oktober 2019 in Untersuchungshaft.
Im Rahmen ihrer Ermittlungen fanden die Ermittler riesige Datenmengen - von diesen ausgehend kamen sie nach und nach immer mehr Verdächtigen auf die Spur. Sie sollen - größtenteils ihre eigenen - Kinder missbraucht und sich darüber ausgetauscht haben. Allein in NRW wird gegen mehr als 20 Personen ermittelt. Die Ermittlungen erstrecken sich aber mittlerweile über alle Länder der Bundesrepublik.