
Aktivisten vom Forst in den Schlachthof?
Die Besetzung des Schlachthofes in Düren durch Tierschützer ist nach rund 18 Stunden beendet. Bis zu 35 Besetzer wurden von der Polizei in Gewahrsam genommen. Möglicherweise handelt es bei ihnen um Aktivisten, die am Wochenende noch im Hambacher Forst gecampt hatten.
Veröffentlicht: Montag, 06.05.2019 06:23
In dem Wald hatte es wieder Workshops gegeben, diesmal aber für Tierschützer. Teilnehmer konnten lernen, wie sie klettern oder zum Beispiel auch Zufahrten zu Schlachthäusern blockieren. In der Nacht auf Montag kam es dann zur Besetzung des Schlachthofes. Die Aktivisten hatten sich auf dem Gelände verschanzt, viele waren auf dem Dach des Gebäudekomplexes. Sie wollten gegen Massentierhaltung und -schlachtung protestieren. Nach und Nach gaben einige Aktivisten auf, andere wurden von Höhenrettern und mit einem Hubwagen vom Dach gholt. Ersten Angaben zufolge wurde der Schlachtbetrieb während des Polizeieinsatzes eingestellt. Der Kreis Düren betont, dass es keine Hinweise auf Tierschutzverstöße an dem Schlachthof gebe – Tierärzte überwachen die Anlieferung und Betäubung der Tiere demnach lückenlos.