
Ermittelt wird nach dem Absturz einer tonnenschweren Lärmschutzwand wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung gegen Unbekannt, heißt es. Es soll geklärt werden, ob der Tod der Autofahrerin auf ein strafrechtlich Verhalten einer oder mehrerer Personen zurückzuführen sei, so der Oberstaatsanwalt. Außerdem wurde eine Obduktion angeordnet und ein Sachverständiger soll klären, warum sich die Betonwand gelöst hat. Laut der zuständigen Straßenbauer vom Landesbetrieb StraßenNRW laufen die Überprüfungen nach dem Unfall auf Hochtouren. Etwas Ähnliches habe es noch nie gegeben, so ein Sprecher des Betreibs. Weitere lose Bauteile wurden bisher nicht gefunden, heißt es. Bis allerdings alle baugleichen Betonwände überprüft sind, wird es noch etwas dauern. So lange bleiben auf der A3 bei Dellbrück jeweils die zwei rechten Fahrstreifen in beiden Richtungen gesperrt.
Aktuelle Sunde im Landtag zum Unfall
Am Freitagvormittag hatte sich bei Dellbrück ein tonnenschweres Teil der Konstruktion gelöst und war auf die Fahrbahn gekippt. Dabei wurde ein Frau in ihrem Wagen unter der Betonplatte begraben und getötet. Der Verkehrsausschuss des Landtags soll sich am Mittwoch mit dem tödlichen Unfall beschäftigen. Die SPD-Fraktion hat eine Aktuelle Viertelstunde beantragt, in der die Landesregierung über das Unglück selbst und den Zustand der Lärmschutzwände vor Ort und in ganz NRW berichten soll.