
150 Millionen Euro für neue Pipelines bei Shell
Bei der Rheinland-Raffinerie von Shell sollen nie wieder unbemerkt Rohöl, Diesel, Kerosin und Co auslaufen und im Boden versickern. Das Unternehmen hat rund 150 Millionen Euro in das Rohrleitungssystems auf dem gesamten Raffinerie-Gelände investiert.
Veröffentlicht: Mittwoch, 15.05.2019 17:11
Ein wichtiger Baustein ist dabei die sogenannte Nordtrasse. Sie verbindet das Werk und das Tankfeld in Wesseling miteinander. In den letzten anderthalb Jahre hat Shell hier neue oberirdischen Leitungen verlegt. Am Mittwochnachmittag wurden sie offiziell in Betrieb genommen. Mit den neuen Rohren sollen Lecks schneller entdeckt werden als bei den alten unterirdischen Leitungen. Shell reagiert damit unter anderem auf einen Vorfall vor gut sieben Jahren: damals waren eine Million Kerosin aus einem undichten Rohr in der Erde ausgelaufen und im Boden versickert. Der entstandene Kerosin-See gilt als eine der größten Umweltkatastrophen in Wesseling. Ein Drittel des Kerosins hat Shell mittlerweile abgepumpt. Die restlichen beiden Drittel werden biologisch abgebaut. Das dauert voraussichtlich noch mindestens 20 Jahre.