Verfallene Häuser im Rhein-Erft-Kreis

Zerschlagene Fensterscheiben, verbretterte Türen, abbröckelnde Fassade: Im Rhein-Erft-Kreis gibt es mehrere Häuser die schon seit langem leer stehen und total verfallen sind. Für die Nachbarn und die Stadt sind diese Bruchbuden ein Dorn im Auge.
Wie zum Beispiel das Eckhaus in Kerpen auf der Stiftsstraße. Es gibt keine Fenster, nur in einem Rahmen noch ein Rest zersplittertes Glas. Ein Blick an der offen stehenden Tür vorbei zeigt totales Chaos: Müllsäcke, Bauschutt, Dreck.
Die Stadt war bisher machtlos. Besteht keine direkte Gefahr durch
z.B. herunterfallende Dachziegel oder Ratten, kann man nur darauf
hoffen, den Besitzer zum Verkauf überreden zu können. Das
hat jetzt nach jahrelangem Hin und Her geklappt.
Keine Besserung in Sicht ist bei dem verfallenen Haus auf der
Neustraße. Zur Verdeutlichung: Wer hier auf der Eingangstreppe
steht, kann durch die Haustür und ein riesiges Loch in der
Decke und im Dach den Himmel sehen.
Bei den Nachbarn ist schon Resignation zu spüren. Der Besitzer
scheint sich nicht für sein Haus zu interessieren und der
Stadt sind die Hände gebunden.
Und auch die Kollegen in Hürth rennen bei ihrem Problemhaus
auf der Luxemburger Straße gegen eine Wand. Der Besitzer, ein
Supermarkt, lässt das Haus verwahrlosen und reagiert nicht auf
die Post der Stadt. Die Nachbarn machen mittlerweile einen
großen Bogen um das Haus.




