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Einsturz Opfer soll lange gelitten haben

Im Strafprozess um den Einsturz des Kölner Stadtarchivs hat es am Mittwochvormittag eine überraschende Aussage gegeben. Ein Arzt, der die Leichen der beiden Opfer untersucht hat, ist der Ansicht, dass der Student, der damals verschüttet wurde, nicht sofort tot war.


Bislang haben alle Verantwortlichen immer erklärt, die beiden jungen Männer hätten nicht leiden müssen.

Der Leiter der Kölner Gerichtsmedizin Markus Rothschild hat eine andere Version erzählt. Bei der zuerst gefundenen Leiche des 17-jährigen Bäckerlehrlings Kevin sei er sicher, dass dieser sofort tot war. Der Tage später gefundene 24-jährige Student Khalil habe aber wahrscheinlich noch ein bis zwei Tage lebendig in den Trümmern gelegen.

 Eine Obduktion sei zwar auf Wunsch der Familie nicht möglich gewesen, aber es gebe deutliche Hinweise, so der Gerichtsmediziner. Er geht davon aus, dass der junge Mann entweder erfroren, erstickt oder verdurstet ist.

- Nachricht vom 07.02.2018, CAF -


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