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Prozess Abou-Nagie wieder vor Gericht

Vor dem Kölner Amtsgericht startet am Donnerstagmorgen der Betrugsprozess gegen den Salafistenprediger Ibrahim Abou-Nagie neu. Abou-Nagie ist einer der einflussreichsten und bekanntesten deutschen Salafistenprediger. Angeklagt ist er wegen "bandenmäßigen Sozialbetruges".


Er soll als Langzeitsarbeitsloser rund 50.000 Euro vom Staat an Sozialleistungen erhalten haben, obwohl er laut Staatsanwalt selber genug Geld gehabt hätte.

Denn die Anklage wirft ihm vor über ein verschleiertes Parallelkonto eines Mitangeklagten über 200.000 Euro Spendengelder zum Lebensunterhalt verwendet und in die Verbreitung von Broschüren, Büchern und Websites gesteckt zu haben.

Diese Schriften können laut Verfassungsschutz zu Gewaltbereitschaft und auch zum islamistischen Terror führen.

Abou Nagie steckt nicht nur hinter dem Netzwerk "Die Wahre Religion" und der Koranverteilaktion "Lies", er gilt als geistiger Brandstifter und "ideologischer Vater" von Salafisten wie Sven Lau oder dem in Bergheim lebenden Pierre Vogel.

Unter Strafe stehende direkte Kontakte zu Terrornetzwerken konnten ihm bislang nicht nachgewiesen werden. Sein Anwalt streitet die Vorwürfe ab und sagte, es sei eine Hetzjagd auf seinen Mandanten.

- Nachricht vom 20.01.2016, FWA - 


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